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Laufmagazin - Nachrichten vom Lauf- und Ausdauersport
Kenianischer Speerwerfer stiehlt Läufern die Show (17.4.2012)
Kenia ein Läufervolk? Nicht nur! Der Höhepunkt des Meetings im Nyaio National Stadion in Nairobi sollte ein 10.000 Meter Qualifikationsrennen werden. 17 Läufer stellten sich dem Starter, um sich für die finale Olympiaqualifikation beim Prefontaine Classic Meeting in den USA am 1.Juni zu empfehlen. Es siegte Moses Masai in auch für die Höhe moderaten 28:10.3 vor Eliud Kipchoge (28:11.0) und Lucas Rotich (28:12.0). Doch die Leistung des Tages war der neue nationale Speerwurfrekord durch Julius Yego mit 79,95 Metern. Damit kratzte er nicht nur an der 80 Meter Marke, sondern überbot die Olympia-B-Norm von 79,50 Metern. Yego hielt mit 78,34 Metern bereits den Kenia-Rekord, als er im Vorjahr die Afrika Meisterschaften gewann. Zwei Monate hatte sich der neue Rekordhalter in Finnland, der Nation des Speerwerfens schlechthin, aufgehalten, um seine Technik zu verbessern. Finnland ist beim Speerwerfen was Kenia beim Laufen ist! so der Glückliche hinterher. Nun möchte er nochmals nach Finnland, um auch die Olympia-A-Norm von 82,00 Metern zu überbieten. Der Verband erwägt Yego allerdings auch schon jetzt nach London zu entsenden. Wer sagt`s denn... Wieso sollten ausgerechnet die Kenianer nicht mit dem Speer umgehen können? Im Lande der Masaii laufen jedenfalls genügend Krieger damit durch die Gegend, um jederzeit ihre Viehherde gegen Diebe oder Löwen zu verteidigen.
Masaii-Krieger mit Speer... die neue Goldgrube für Kenia? (Foto, Copyright: Herbert Steffny)
Japaner nominieren Marathon Olympia Team (16.3.2012)
Der Marathonlauf genießt im Lande der aufgehenden Sonne einen ganz besonderen Stellenwert. Bei meinem Start beim Weltcup in Hiroshima 1985 konnte ich mich angesichts der Begeisterung selbst davon überzeugen, dass die 42,195 km lange Distanz für die Japaner einen Sonderstatus genießt, vielleicht nicht allzuweit hinter den Sumo-Ringern. Das Leistungsniveau ist hoch. Die Athleten starten als bezahlte Profis für Firmenteams. Genau genommen haben die Japaner sogar wesentlichen Anteil am kenianischen Laufwunder. Der erste Marathon Weltmeister Kenias Douglas Wakihuri lernte für seinen Titel in Rom 1987 das Fußwerkzeug in Japan. Auch der mittlerweile tragisch verstorbene Olympiasieger von Peking Sammy Wanjiru wurde in Japan gefördert und geformt. Insbesondere die japanischen Frauen stellten bisher zwei Olympiasiegerinnen (Naoko Takahashi 2000, Mizuko Noguchi 2004) und holten bei Weltmeisterschaften mit Junko Asari 1993, Hiromi Suzuki 1997 zweimal Gold, hinzu kommen fünf Mal Silber und drei Mal Bronze! Nach den Frühjahrsmarathons von Tokio und Nagoya nominierte der japanische Leichtathletik Verband nun die Marathonläufer für die Olympischen Spiele in London im Sommer. Das Niveau bei den Männern ist in diesem Jahr wieder angestiegen, so dass die Wahl nicht leicht war. Acht Läufer blieben 2012 bereits unter 2:10 Stunden. 33 unterboten bisher die weiche Olympianorm von 2:15 Stunden, die bei uns noch niemand unterbot. Bei den Frauen blieben 17 Läuferinnen bisher unter 2:30 Stunden. Das schafften bei uns immerhin drei. Bei den Ersatzläufern Horibata und Akaba berücksichtigte der Verband die Platzierungen sieben und fünf bei den Weltmeisterschaften in Daegu 2011. Schnelle Zeiten waren bei den warmen Bedingungen kaum möglich.
Männer:
Arata Fujiwara 2:07:48 - 2.Tokio 2012
Ryo Yamamoto 2:08:44 - 4.Lake Biwa Mainichi 2012
Kentaro Nakamoto 2:08:53 - 5.Lake Biwa Mainichi 2012
Ersatz: Hiroyuki Horibata 2:10:05 - 11.Lake Biwa Mainichi 2012 (7.WM Daegu 2011 2:11:52, Bestzeit 2:09:25 - Lake Biwa 2011)
Frauen:
Risa Shigetomo 2:23:23 - 1.Osaka 2012
Yoshimi Ozaki 2:24:14 - 2.Nagoya 2012 (Bestzeit 2:23:30, Tokio 2008)
Ryoko Kizaki 2:26:32 - 1.Yokohama 2011
Ersatz: Yukiko Akaba 2:26:08 - 8.Nagoya 2012 (5.WM Daegu 2011 2:29:35, Bestzeit 2:24:08 London 2011)
Haile nimmt Abschied von der internationalen Bühne (14.3.2012)
So wollen wir Haile Gebrselassie in Erinnerung behalten: Daumen hoch, Weltrekord in Berlin 2008.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)
Einen Monat vor seinem 39. Geburtstag sieht Haile Gebrselassie nun endlich ein, dass auch an ihm der Zahn der Zeit nicht vorbei geht. Nach seinem vergeblichen Anlauf sich noch einmal für die Olympischen Spiele im Marathonlauf beim Tokio City Marathon zu qualifizieren, gab der Äthiopier nun bekannt, dass er keinen weiteren Versuch mehr unternehmen wolle. Die unnötige Verlängerung seiner Marathonkarriere kam zuletzt allerdings eher einer Demontage gleich. Zweimal stieg der unaufhörlich von einer Olympiamedaille träumende frühere Marathonweltrekordler in New York 2010 und Berlin 2011 aus und lief dann 2012 in Tokio "nur noch" 2:08:17 Stunden. Es war klar, dass ihn die jungen Äthiopier nicht verschonenn würden, was dann auch in Dubai geschah, als gleich drei Landsleute 2:04 Stunden liefen. An Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften auch auf der Bahn werde er nicht mehr teilnehmen, so sein Manager Jos Hermens. "Aber er wird zum Spaß wohl noch bis 2014 Rennen ohne großen Leistungsdruck bestreiten", sagte Jos Hermens. Frage ist natürlich, ob er sich überhaupt noch für irgendeine Disziplin qualifiziert hätte, und so wird er wohl bei einigen lukrativen Straßenläufen als Starläufer antreten.
Die Einsicht kam bei Haile spät. Besser wäre es sicher gewesen wenn er 2010 seinen zunächst angekündigten Rücktritt wirklich wahr gemacht hätte. Er hätte sich manche Schmach erspart. "Wegen Geld würde er schon lange nicht mehr laufen," sagte Haile dereinst bei der Pressekonferenz beim Berlin Marathon 2008. Somit dürfte er seine "Karriereverlängerung" wohl kaum aus finanziellen Gründen geplant haben. Vielleicht hat es bei ihm wie bei vielen anderen eben nur ein wenig gedauert, bis er einsah, dass auch seine lange erfolgreiche Laufbahn zuende ist. Mit einer Marathonmedaille hätte der nur 1,65 Meter kleine, aber großartige Läufer der größte Läufer aller Zeiten werden können. 2008 erklärte er vorzeitig die Olympialuft in Peking für zu schmutzig, verzichtete auf einen Start über 42,195 km und lief statt dessen die 10.000 Meter Distanz, wo er nur noch Sechster wurde. In Berlin trumpfte Haile danach immerhin mit dem Marathonweltrekord in 2:03:59 Stunden auf. Gegen den Olympiasieger Sammy Wanjiru aus Kenia hätte er in Peking ohnehin keine Chance gehabt, wäre aber nicht ohne Medaillenchance gewesen. Nun steht er für mich auf einer Ebene mit Paavo Nurmi oder Emil Zatopek. Zu einem Weltmeistertitel im Crosslauf hat es bei ihm auch nie gereicht, nur 1994 zu Bronze, aber seine Rekordpalette ist fast unglaublich, denn er stellte Weltrekorde von der kurzen 1.500 Meter Strecke (Hallenweltrekord und 1999 Hallenweltmeister!) bis zum Marathonlauf auf. Zweimal war Haile Olympiasieger und viermal Weltmeister über 10.000 Meter seine frühere Paradedisziplin, bevor er sich dem Marathon zuwandte. Seinen Karrieredurchbruch in der Hauptklasse schaffte der Juniorenweltmeister von 1992 übrigens in Stuttgart, als er 1993 bei der Weltmeisterschaft im Spurt den Kenianer und Titelverteidiger Moses Tanui um Haaresbreite auf der Ziellinie abfing und seinen ersten großen Titel holte. Damals gewann er eine Mercedes Limousine, die er übrigens noch heute fahren soll.
Hailes Olympiatraum beendet - Äthiopien benennt Team (4.3.2012)
Marathon-Olympia-Traum geplatzt. Haile Gebrselassie hat sich verrannt.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)
Das war absehbar. Haile Gebrselassie, der in den letzten Jahren den Marathonlauf bei den Männern entscheidend geprägt hatte und dabei zweimal in Berlin 2007 und 2008 einen Weltrekord aufstellte, hat den rechten Zeitpunkt für den Absprung verpasst. Nach New York 2010 wollte er zwar zunächst sein Karriere nach Kniebeschwerden beenden, machte dann aber doch noch einen Rücktritt vom Rücktritt. Doch ob er sich dann damit einen Gefallen tat? In Berlin 2011 wurde er nicht nur im direkten Vergleich als Weltrekordler von Patrick Makau abgelöst, sondern erneut beendete er den Marathon nicht. Seine letzte Olympia Chance war der Start beim Tokio Marathon im Februar. Dort lief er als Vierter zwar noch einmal 2:08:14 Stunden, aber das reicht in Äthiopien nur für Platz 16 der momentanen nationalen Bestenliste. Nun ist sein Olympiatraum ausgeträumt, seine überragende Karriere wohl beendet. Bleibt zu hoffen, dass sich einer der erfolgreichsten Läufer aller Zeiten nicht weiter demontieren wird. Nach dem Rennen von Tokio soll er ernsthaft über einen erneuten Start im Frühjahr nachgedacht haben. Doch die Fakten sind anders: Der Nachwuchs im eigenen Lande, der ihn zwar als Vorbild bewundert, aber seine eigene Chance sucht, hat mittlerweile heftig zugeschlagen und bereits ganz andere Masstäbe gesetzt.
Maßstab 2:04 Stunden
Der äthiopische Verband nominierte nun vorläufig die vier schnellsten des Dubai Marathons vom Januar: Ayele Abshero (2:04:23), Dino Sefir Kemal (2:04:50), Markos Geneti (2:04:54) und Tadese Tola (2:05:10). Die jungen Wilden überzeugten mit Zeiten, die an die sensationellen Leistungen der Kenianer des Vorjahres herankamen. Chancen für eine Neunominierung hätten andere Äthiopier nur noch im Falle einer ungewöhnlich guten Leistung im Frühjahr in Boston, Rotterdam oder London. Außer Haile G. gehören zu den nicht Berücksichtigten der London Marathon Sieger, WM und Olympiadritte Tsegaye Kebede oder auch der (windunterstützte) 2:04:53 Stundenläufer und New York Marathonsieger 2010 Gebre Gebremariam. Nach den Frühjahresmarathons werden übrigens auch die Kenianer aus einer Vorauswahl von bisher sechs Vornominierten auswählen.
Sensation - Vivian Cheruyiot ist Weltsportlerin des Jahres 2011 (7.2.2012)
Kleine Vivian Cheruiyot ganz groß: Die dreifache Weltmeisterin wurde Weltsportlerin des Jahres 2011.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)
Die Weltsportlerin des Jahres 2011 ist eine Leichtathletin und Läuferin! Das ist eine Überraschung und besondere Ehre für den Laufsport. Vivian Cheruiyot aus Kenia konnte sich in London den Laureus Award vor der Deutschen Maria Höfl-Riesch sichern und die Vorjahressiegerin Lindsay Vonn, ebenfalls dem Skizirkus zugehörig, ablösen. Die Leichtathleten, genauer die Langstreckenläufer sind die besten Botschafter Kenias. Nach einer überragenden Saison konnte sich die diesjährige Crossweltmeisterin und 5.000 Meter und 10.000 Meter Doppelweltmeisterin von Daegu zunächst im Dezember den Titel Kenias Sportlerin des Jahres sichern, was schon schwer genug ist. Sie verlor bei den Kenia- Cross-Meisterschaften zwar noch gegen die Ex-10.000 Meter Weltmeisterin Linet Masai, doch danach war sie im Jahre 2011 unschlagbar. U.a. siegte die nur 1.53 Meter große und 39 Kilogramm wiegende Athletin beim renommierten Meeting in Zürich und gewann die Gesamtwertung der Diamond League über 5.000 Meter. Die 28-Jährige aus dem Keiyo Distrikt im Rift Valley stellte einen Commonwealth Rekord über 5.000 Meter auf und war auf der Bahn Weltjahresbeste über 3.000 und 5.000 Meter. Mit 14:20:89 Minuten stellte Cheruiyot zudem einen nationalen Rekord auf. Bei den Männern setzte sich der Serbe Novak Djokovic vor dem Sprinter Usain Bolt und dem Radsportler und Tour de France Gewinner Cadel Evans durch. Der Tennisstar gewann die drei Grand-Slam-Titel bei den Australian Open, in Wimbledon und bei den US Open.
Frankfurt Marathon gefragt wie nie zuvor (4.2.2012)
Die Nachfrage nach attraktiven Laufveranstaltungen über Halbmarathon oder die volle Distanz ist ungebrochen. Erst Berlin und nun Mainhattan. Acht Wochen nach Beginn der Online-Anmeldung verzeichnet der BMW Frankfurt Marathon einen sensationellen Zuspruch. Für die 31. Auflage am 28. Oktober 2012 haben sich bereits 4.488 Teilnehmer für die klassischen 42,195 Kilometer registriert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt entspricht dies einer Steigerung von 55 Prozent. Wir sind super durchgestartet ins neue Laufjahr. Mit einem derart hohen Zuspruch habe ich nie gerechnet, sagt der Frankfurter Renndirektor Jo Schindler. Mit dem aktuellen Meldestand ist der BMW Frankfurt Marathon dem Vorjahresergebnis um knapp drei Monate voraus. Es deutet also alles darauf hin, dass das weltweit zweitschnellste Rennen wie im vergangenen Jahr vorzeitig ausgebucht sein wird. Derzeit ist die Teilnehmerzahl auf 15.000 Marathonläuferinnen und -läufer begrenzt, die wie gehabt auf dem schnellen Asphalt vom Messeturm in die Festhalle unterwegs sein werden. Ob wir unsere Limitierung etwas nach oben korrigieren können, diskutiere ich gerade mit unserem Streckenchef Dieter Bremer, sagt Schindler. Die Entscheidung darüber wird aber erst im Frühjahr fallen. Beim VGF-Staffelmarathon (Organisationsbeitrag 130 Euro) gibt es im Jahr 2012 eine Begrenzung auf 1.500 Staffeln. Ausgebucht war dieser Wettbewerb im vergangenen Jahr bereits zwei Monate vor dem Startschuss. Berliner Halbmarathon bereits ausgebucht (17.1.2012)
Bereits am 14. Januar war das Teilnehmerlimit für den Berliner Halbmarathon, erreicht. Beim größten deutschen Halbmarathon, der am 1. April 2012 zum 32. Mal veranstaltet wird, war das Teilnehmerlimit zuletzt auf 27.500 erhöht worden. Trotzdem war der Lauf diesmal einige Woche früher ausverkauft als vor einem Jahr, als sich Anfang März 25.500 angemeldet hatten. Start und Ziel der 21,0975 km langen attraktiven Strecke befinden sich auf der Karl-Marx-Allee, die Strecke führt über Brandenburger Tor, Schloss Charlottenburg, Kudamm und Potsdamer Platz. Deutsche Marathon Meisterschaften drei Jahre in München (29.11.2011)
Nachdem der Hamburger Leichtathletik-Verband die Marathon-DM 2012 zurückgegeben hat, wurden die Titelkämpfe vom Verbandsrat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die nächsten drei Jahre nach München vergeben. Der genaue Termin für die Marathon-Meisterschaften 2012 ist der 14. Oktober. Dies teilte DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop am Dienstag mit. Die Austragung der Deutschen Marathonmeisterschaften 2012, 2013 und 2014 ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des München-Marathon. Wir freuen uns sehr, dass wir den Deutschen Leichtathletik Verband mit seinen Athleten für die nächsten drei Jahre als Gast in unserer Sportstadt München begrüßen können, sagte Gernot Weigl, Geschäftsführer runabout Marathon München.
(Quelle: Leichtathletik.de)
Na endlich - Joschka joggt wieder! (29.11.2011)
Herbert Steffny und Joschka Fischer 1997 bei einem Trainingslauf in Titisee
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)Der einstige Vorläufer der Nation und frühere Außenminister Joschka Fischer (63) hat laut «Passauer Neue Presse» wieder mit dem Laufen angefangen. "In der Woche komme ich so auf 50 bis 60 Kilometer bei bis zu zehn, elf Kilometern am Tag", sagte der Grünen-Politiker bei der Veranstaltungsreihe "Menschen in Europa" der Verlagsgruppe Passau am Montag. Joschka Fischer änderte übergewichtig (112 Kilogramm bei 1,81 Meter) und aus Angst vor einem Herzinfarkt 1996 sein Leben radikal und begann zu laufen. Ich übernahm damals sein Marathontraining und begleitete ihn in Frankfurt, Bonn oder bei mir im Schwarzwald. Der gute Autodidakt, aber auch gelehrige und konsequente Schüler, spulte das von mir auferlegte Pensum fleißig runter. Mit 50 Jahren schaffte der damalige Wahlfrankfurter 1998 unter den Augen der versammelten Sport-, Polit- und Skandalmedien seinen ersten Marathon in Hamburg in beachtlichen 3:41 Stunden. Dabei nahm der damalige Fraktionsvorsitzende der Grünen sozusagen "im Vorbeilaufen" sage und schreibe 37 Kilogramm ab! 1999 erschien sein Buch: "Mein langer Lauf zu mir selbst", das Tausende zum Laufen animierte und ein Bestseller wurde. Am 11.September 2001 waren wir nach dem Hamburg, New York und dem Berlin Marathon in der Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon. Doch die politische Beanspruchung der Vorfälle in New York, der damit verbundene Reisestress einer Krisendiplomatie sorgte für einen Knick in Joschkas "Laufbahn", er legte wieder ordentlich zu. Man sah an der zunehmenden Leibesfülle, was passiert, wenn man mit dem Laufen aufhört. Die Bildzeitung spöttelte schon hämisch mit Jojo-Joschka! Immer wieder wurde ich bei Vorträgen, Seminaren oder auf Marathonmessen mit der Frage konfrontiert, was denn mit Fischer los sei. Zu seinem 60. Geburtstag besuchte ich ihn in Berlin und hatte den Eindruck, dass das Wort "Trainer" von den "Tränen" in den Augen kommt, die man bei diesem Anblick hatte. Dass das "verlorene Schäfchen" der Laufbewegung nun wieder zum Laufen zurückgekehrt ist, freut nicht nur mich ungemein, sondern sicherlich einen ganz großen Teil der Laufgemeinde! Na endlich... Keep on running - Joschka!
(Quelle: Steffny Run Fit Fun und dpa)Ein ausführliches Interview mit Joschka Fischer finden Sie in:
"Das große Laufbuch"